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Airbag Kommunikation

10. September 2018

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Das lässt sich nicht vermeiden. Das heisst, irgendwann geht irgendwo immer etwas schief. Wahrscheinlich ist es auch Dir schon einmal so ergangen. Scheiße gebaut, dumm gelaufen! Jetzt geht es darum, die Konsequenzen im Rahmen zu halten. Schön, wenn Du in jeder Situation Nerven wie Drahtseile hast- aber nicht alle Deine Mitmenschen reagieren auf den sprichwörtlichen Sand im Getriebe völlig schmerzbefreit. Im Gegenteil, es gibt natürlich auch Routinecholeriker die dann schon mal vorhersagbar explodieren, und dann dauert es ewig, bis sich der Staub wieder gelegt hat. Die Rettung aus der fast unvermeidlichen Katastrophe ist allerdings fast verblüffend einfach. Du kannst hier die Technik der »Airbag«-Kommunikation nutzen, wobei die Zugangsweise wie ein Airbag funktioniert, der die Reaktion abfängt und abfedert. Nehmen wir gerne ein Beispiel: Du hast gerade erfahren, dass die Druckerei im Rückstand ist und Du deshalb die Flugblätter für die geplante Werbekampagne nicht rechtzeitig liefern kann. Irgendjemand muss nun dem Kunden die Nachricht überbringen. Schon im Mittelalter wurden die Überbringer schlechter Botschaften ganz gerne um einen Kopf kürzer gemacht. Die Praxis ist heutzutage gottseidank weniger geläufig, doch ein Donnerwetter wird´s mit ziemlicher Sicherheit geben. Jetzt nützt Du die bereits angesprochene Airbag Technik: »Es ist eine Katastrophe passiert, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, Sie werden mich sicher gleich am liebsten erwürgen, ehrlich, ich trau es mir gar nicht sagen«, beginnst Du das Gespräch. Paradoxerweise führt genau diese Übertreibung zu einer entgegengesetzten Reaktion. Warum? Menschen stellen sich selbst gerne im Besten Licht dar. Das kennt man von Meinungsumfragen. Fragt man eine ausgewählte Zielgruppe etwa: Wie oft waschen Sie sich nach dem stillen Örtchen die Hände? antworten nahezu 100% mit: Selbstverständlich immer! Lassen wir jetzt mal die bekennenden Nicht Wäscher unkommentiert. Wie sieht es denn mit den mit unserer sauberen Zielgruppe aus? Untersuchungen zeigen, dass rund 11 % in der Praxis  auf den Zwischenstopp bei der Waschmuschel sagen wir mal vergessen. Die Meinungsforscher erklären diese Diskrepanz zwischen Aussage und Verhalten mit der sogenannten sozialen Erwünschtheit. Wenn also Dein Gegenüber nicht gerade jemand ist, der stolz auf seine cholerischen Anfälle ist, und sich darin gefällt geifernd und um sich brüllend zu gebärden, dann muss er angesichts Deiner Aussage prophylaktisch zurückrudern. Das kann er jetzt ja such noch ganz gut, weil er noch nicht weiß was auf Ihn zukommt. Angesichts dessen wundert es nicht, wenn beschwichtigende Aussagen wie  »Na, so schlimm kanns ja nicht sein. Schießen Sie los, wir werden schon eine Lösung finden!« von Ihm zu hören sind. Selbst wenn du jetzt mit der schlechten Nachricht rausrückst, kann er jetzt nicht ungezügelt lostoben, weil er ja gerade selber gesagt hat, dass nichts so schlimm ist, dass man keine Lösung dafür findet. Wie schön, dass es Airbags gibt! 
Ich wünsch Dir viel Erfolg bei Deiner unfallfreien Kommunikation, und für den Fall des Falles, dass alle Airbags korrekt auslösen!
Dein Verkaufsexperte mit der Mistgabel
Andreas Nussbaumer 


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